Im Museum sind Nürnberger Feuerlöschfahrzeuge zu sehen. Eine frühe
telegraphische Meldeanlage fehlt ebenso wenig wie historische Spritzen,
Löscheimer, Helme oder Uniformen. Kinder können mit einer historischen
Handdruckspritze ein 'brennendes Haus' löschen.
Die Mehrzahl der Museumsobjekte stammt aus der umfangreichen historischen
Sammlung der Nürnberger Berufsfeuerwehr. Standort des Museums ist das
ehemalige Eisenwerk Julius Tafel im Osten Nürnbergs. Die Halle einer
einst zum Eisenwerk gehörenden Schraubenfabrik aus den 1920er Jahren
ist das letzte noch bestehende Gebäude dieses einst sehr großen
Industrieareals. Hier ist das Museum Industriekultur zusammen mit dem Nürnberger
Motorradmuseum und dem Schulmuseum auf einem Ausstellungsareal von nahezu
6.000 qm untergebracht.
Gegründet 1988 und fertiggestellt im Jahr 2000, zeigt das Museum Industriekultur
die Geschichte der Industrialisierung am Beispiel Nürnbergs, einer
deutschen Stadt im Maschinenzeitalter. Entlang einer straßenähnlichen
Erschlies-sungsachse präsentieren sich historische Ensembles und stellen
eine Verbindung zwischen Technik-, Kultur- und Sozialgeschichte her.
Geschichte wird dabei aber nicht ausschließlich als Gewesenes verstanden,
ihre Betrachtung beinhaltet vielmehr auch die Chance, aus Vergangenem das
Gegenwärtige zu begreifen und das Zukünftige zu vermuten. Unter
diesem Blickwinkel kann die Beschäftigung mit der Industriekultur,
mit der Alltagskultur des 19. und 20. Jahrhunderts, in hohem Maße
der Bildung gesellschaftlicher Identität dienen.